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DR. PHIL. GÜNTHER SCHWARZ

JESUSFORSCHER, ARAMAIST UND THEOLOGE

Wiederherstellung des geistigen Vermächtnisses Jesu

Was wollte, tat und sprach Jesus wirklich?

Werke

Diese Internetseite ist dem Lebenswerk und Andenken des evangelischen Theologen und Aramäischforschers Dr. phil. Günther Schwarz (1928-2009) gewidmet. Sie wurde ins Leben gerufen, um der von Dr. Schwarz so bezeichneten „Kirchenkrankheit“ entgegenzuwirken und seine Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter „Kirchenkrankheit“ verstand Günther Schwarz das bedingungslose, jeden noch so klar begründeten Einwand ignorierende Festhalten der Kirche an fehlerhaft überlieferten Texten. Jedem, der sich von der Lehre und den Worten Jesu, seiner Botschaft der Liebe angesprochen fühlt, ob studierter Theologe oder nicht, sei die Arbeit von Dr. Schwarz ans Herz gelegt.

 

Die uns in den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel vorliegenden Worte Jesu, zum Beispiel im Text der so genannten Einheitsübersetzung, enthalten zum Teil schwerwiegende Fehler. Manche Worte Jesu befremden den unvoreingenommenen Leser in ihrer Schärfe und wollen so gar nicht zu seiner uns vertrauten Botschaft von Liebe und Barmherzigkeit passen. Dr. Schwarz setzte, insbesondere nach seiner Pensionierung, viel Kraft und Zeit dafür ein, die ursprünglichen Worte Jesu und den ursprünglichen Wortlaut anderer entstellter Evangelientexte sowie von Teilen der Briefe wiederherzustellen. Es ist nicht übertrieben, dabei von einem Lebensthema zu sprechen. Für dieses äußerst schwierige und mühevolle Unterfangen bediente er sich einer speziellen Technik der Rückübersetzung ins Aramäische, also in die Sprache Jesu. Unter Rückübersetzung ist seine Vorgehensweise beschrieben. Im so wieder gewonnenen ursprünglichen Wortlaut – ohne Anspruch auf Unfehlbarkeit, wie Dr. Schwarz stets betonte – erstrahlt die Botschaft Jesu von Gott als liebendem Vater wieder in ihrer vollen Schönheit und Kraft. Wann und warum die Fehler entstanden sind, wird unter Fehler in der Bibel näher beleuchtet.

 

Obwohl die von Dr. Schwarz gewonnen Ergebnisse in sich überaus stimmig und teilweise geradezu verblüffend sind, hat die theologische Fachwelt davon bislang praktisch keine Kenntnis genommen. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den wiederhergestellten Textteilen hat bis heute, soweit ersichtlich, nicht stattgefunden. Wenn es überhaupt Reaktionen der Fachwelt gab, beschränkten sie sich darauf, die ihr ungewohnte und fremdartig erscheinende Herangehensweise von Dr. Schwarz ohne inhaltliche Prüfung der Ergebnisse abzulehnen. Wenn man weiß, wie schwer sich die christlichen Kirchen (aller Konfessionen) mit Berichtigungen des überlieferten Textes tun, selbst dann, wenn Fehler offenkundig und in der theologischen Wissenschaft seit langem bekannt sind, ist diese Haltung nicht weiter verwunderlich. Seinem Bedauern und teilweise auch seiner Fassungslosigkeit gegenüber dieser Haltung der Kirche hat Dr. Schwarz besonders in seinem bisher unveröffentlichten Exposee „Die Kirchenkrankheit“ Ausdruck verliehen. Es folgt ein kurzer Auszug daraus:

 

Nach einer Ansprache vor Kollegen (es ging darin um ein Jesuswort, das ich über eine Rückübersetzung ins Aramäische wiederhergestellt hatte) kam einer von ihnen zu mir und sagte: „Logisch ging mir das glatt runter, aber theologisch kann das nicht sein.“

Ich fragte ihn: „Warum denn nicht? Muss Theologie unlogisch sein?“

Er antwortete: „Nein, das nicht. Aber wenn Sie recht hätten, dann hinge ja von Ihnen ab, wie das Wort Gottes zu lauten habe.“

Ich erwiderte: „Wieso denn ‚Wort Gottes’? Ich halte jenen Satz für ein Jesuswort; und zwar für ein falsch übersetztes.“

Da ließ er mich stehen, ging weg und betrachtete mich fortan als einen Irrlehrer, mit dem er nichts mehr zu tun haben wollte.

 

Dr. phil. Günther Schwarz gehörte zu den weltweit ganz wenigen Experten des Aramäischen, der Alltags- und Lehrsprache Jesu. Im Laufe seiner mehr als 40 Jahre währenden Studien dieser Sprache hat er über 100 Beiträge in theologischen Fachzeitschriften und mehr als 30 teils veröffentlichte, teils bislang unveröffentlichte Bücher und Broschüren verfasst. Eine Übersicht der Bücher und Broschüren ist unter dem Menüpunkt Werkübersicht dargestellt.

 

Trotzdem Dr. Schwarz sicherlich ein Sprachgenie war, schrieb er seine Arbeit im Wesentlichen höheren Einflüssen zu und betrachtete sie eigentlich gar nicht als sein eigenes Werk, sondern sah sich nur als Ausführenden. Mehr dazu unter dem Menüpunkt Inspiration.

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